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Erinnerungen an Neustadt / Holstein

Die Neustädter Reederei

Peter Deilmann

1594 - Peter Deilmann

 

(* 11. Mai 1935 in Travemünde; † 2. November 2003 in London)

Peter Deilmann wurde als Sohn eines Maschinenbauingenieurs und einer Lübecker Kauffrau geboren.

Schon als Kind interessierte er sich für Schiffe und begann zu segeln. Nach einer Lehre bei einer Reederei arbeitete er bei verschiedenen Unternehmen in Europa. Nach kurzer Arbeitslosigkeit in den 1960er Jahren nahm er Jobs als Hafenarbeiter an, bevor er wieder als Schifffahrtskaufmann eine Anstellung fand. 1968 gründete er in Lübeck sein eigenes Unternehmen: er befrachtete und charterte Schiffe. [1] Erste eigene Schiffe waren Angelkutter, mit denen er Tagesausflüge für Angler anbot. Kurze Zeit später übernahm er zunächst in Teilen und später ganz die Eignerschaft an zwei kleinen Frachtschiffen. 1973 verlegte Deilmann den Sitz seiner Reederei von Lübeck nach Neustadt in Holstein, wo er im gleichen Jahr mit dem Betrieb einer Autofähre, dem von ihm georderten Neubau Nordlicht, nach Bornholm begann. Diese Fährverbindung wurde kein Erfolg, 1976 erfolgte die Einstellung; das Schiff wurde an die AG Ems verkauft und bediente dann die Route Emden-Borkum.

(Quelle Wikipedia)



1676 - Peter Deilmann auf der Lilli Marleen

Im Frachtgeschäft erwirtschaftet Deilmann jedoch gute Gewinne. Mit diesem Geld kaufte er die ersten Passagierschiffe und bot sogenannte „Butterfahrten“ nach Dänemark an, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuten. Die Nordbrise, ein umgebautes norwegisches Postschiff, markierte den Beginn des Kreuzfahrtgeschäftes auf der Ostsee. Dabei konnten erstmals auch Häfen von Ostblockstaaten angelaufen werden. Mit der Nordbrise fanden auch die ersten Kreuzfahrten nach Grönland statt. Weitere Schiffe wurden angekauft und zu kleinen Kreuzfahrtschiffen umgebaut.


Anfang der 1980er Jahre zog sich Deilmann vollständig aus dem Frachtgeschäft zurück und verkaufte nach und nach alle zehn Frachter. Auch die Küstenpersonenschifffahrt wurde aufgegeben.


1684 - Nordsaga - Deilmann





                        

1685 - Nordwik - Deilmann


Deilmann sah die Zukunft im Bereich der Kreuzfahrten und erteilte 1979 der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) in Kiel den Auftrag für ein 60 Millionen DM teures Kreuzfahrtschiff für 330 Passagiere. Die Berlin wurde ab 1986 als „Traumschiff“ der gleichnamigen ZDF-Fernsehserie bekannt und machte Kreuzfahrten in Deutschland populär.

Nach Deilmanns Tod wurde die Reederei von seinen Töchtern Gisa und Hedda Deilmann übernommen, über das Vermögen der Reederei wurde am 1. September 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet.

1675 - Gisa und Hedda Deilmann


Das "Traumschiff" MS Berlin

 

1468 - MS Berlin Deilmann

1467 - MS Berlin Deilmann


1576 - Deilmann Berlin


1674 - Flußschifffahrt Deilmann-- Princesse de Provence -- Juli 2000


0059 - Nordlicht Anfang der 80er Deilmann



0764 - Deilmann 1979


1554 - Bürohaus Deilmann Frühjahr 1976


1582 - Deilmann Nordschau

 

1581 - Hafen Deilmann Nordschau


2768 - Nordschau Deilmann


2768 - Nordschau Deilmann

 

 1678 - Nordpaloma - Deilmann

1680 - Regina Maris - Deilmann

1682 - Nordlicht - Deilmann

1679 - Nordschau - Deilmann

1681 - Nordbrise - Deilmann

1683 - Nordwelle - Deilmann



Einen schweren Schlag erlitt das Unternehmen am 25. Juli 2000, als der Concordeflug AF4590 auf dem Weg nach New York kurz nach dem Start in Paris abstürzte. Dieser Flug war ein Charterflug der Peter-Deilmann-Reederei; die meisten der 110 Todesopfer waren auf dem Weg zu einer Karibikkreuzfahrt der Deutschland.

Air-France-Flug_4590