Die Kinder der "U-Schule"
Die Kinder auf dem Bild sind v.l.: Heinz Gast †, Bärbel Nipp (Kuchel) , Ingrid Steffen, Heike Gast und Peter Steffen.
Text und Bild: Helmut Werner
Am Waschtag war der Flakturm mein Aussichtsturm
Hier haben wir an der Küche-Nord Fußball gespielt.
Text und Bild: Helmut Werner
Von Vello Timbers
Hallo liebe U-Schulkinder.
Wer kann sich noch an solches Care Paket erinnern. Einige von solchen Paketen wurden in den 50er Jahren an Bewohner der U-Schule verteilt. Nicht alle kamen in den Genuss der Pakete da die Verteilung über einen gewissen Janis D. lief. Da wurde schon mal willkürlich bestimmt wer eins bekam und wer nicht. Da hatte auch das IMCA seine Hände mit im Spiel. Was das für eine Organisation war weiss ich nicht mehr. Sehr oft waren Pakete schon geöffnet gewesen und es fehlten die begehrtesten Artikel. Wer da wohl wieder dahintersteckte war nicht schwer zu erraten. Nach vielen Protesten erfolgte die Verteilung der Care Paketen dann über die Lagerleitung, ich glaube der hieß Kraft oder Kreft. Nun auf einmal verlief die Verteilung reibungslos und die Pakete waren unversehrt. Mir fiel das gerade ein weil wir damals auch ein Paket kurz vor Weihnachten bekamen und da alle Zutaten für einen Kuchen drin waren. Den hat meine Mutter dann auch gebacken mit ganz vielen Rosinen drin. Das werde ich wohl nie vergessen.
Von Vello Timbers
Flaggenparade in der U-Schule. Nur interessant für die U-Schul Kinder.!!!
Bei uns in der U- Schule Block Süd wohnte Oskar M. Genannt Leuchtturmbauer oder noch bekannter als Kapitän. Er war aber nur Schiffsmaschinist. Wenn er mal wieder einen über den Durst getrunken hatte zog er sein altes Jackett der mit etlichen Kriegsorden und Medaillen dekoriert war an und marschierte Richtung zum Lebensmittelladen von Trautmanis. Wir Kinder wussten jetzt macht der Kapitän wieder Flaggenparade. Es war nichts anderes als das Flaggen ABC das er perfekt beherrschte. Ein Arm hoch, runter, zur Seite usw. Los gings im Gänsemarsch ganz vorne Oskar,dahinter die ganzen Kinder die Versuchten die Flaggensignale vom Kapitän nach zu machen,gelang natürlich nicht weil wir Kinder immer mit den Armen durcheinander kamen aber es war lustig und war ein Heidenspass. Rosenbuschstr, Dornbuschstr und Wieksbergstrasse rauf und runter. Dazwischen nahm Oskar immer wieder einen Schluck aus der Tarragonaflasche. Am Schluss wieder bei Trautmanis angekommen war Oskar so betrunken das er nicht mehr stehen konnte und auf die Nase fiel. Nun kommt der Diplom Agronom ins Spiel. Davon beim nächsten Mal oder Fortsetzung folgt.
Ich war damals so ein Wildfang und hatte in der U-Schule mehrere Brüche. Als mal der rechte gebrochen war hab ich gelernt mit der linken Hand zu schreiben. Sonst durften wir das nicht, jedenfalls bei meiner damaligen Lehrerin Frau Schreiber. Bei diesem Bruch war ein Wäschepfahl im Wege als ich mit einem alten Kinderwagengestell den Wieksberg runter fuhr. Da war ein Rad von der Achse gesprungen. Ist bis zur Portmann Baracke gerollt. :-)
Text und Bild: Vello Timbers
Panik im Hühnerstall, meine Geschichte.
Bilder: Vello Timbers
Flüchtlingsbaracken auf der U-Schule. Bild: Birgitt Wienberg
Juli 1949 in der U-Schule. Ganz oben die Wieksberg Häuser, darunter Flüchtlingsbaracken.
Text und Foto: Vello Timbers
Der Bunker auf dem Wieksberg ca.1956. Ein Stückchen weiter rechts steht jetzt der Tauchtopf der Bundesmarine.
Text und Bild: Vello Timbers
1956, Wohnzimmeridyll auf der U-Schule - aus einem Wohnraum wurden da mal so nebenbei drei plus Küche gemacht, hier das "Wohnzimmer", da wurden sogar die "Teppiche" an die Wand gehängt und da wurde dann auch mal die Küche vom Hausherrn zur Werkstatt umgestaltet, um die beiden Wandlampen aus den Decksplanken der "Cap Arcona" zu fertigen und das alles in reiner Handarbeit. Ich sehe heute noch den Raum genau vor mir, in dem ich auch geboren wurde und etwas Melancholie steigt in mir auf, ich erinnere mich sehr gerne an die "U-Schulzeit" zurück und an eine relativ unbeschwerte Kindheit.
Text und Foto: Hans-Jürgen Weßlin
Ich habe nicht mehr so viel im Gedächtnis, ich weiß aber, dass wir oft Völkerball gespielt haben. Abends um 19 Uhr war für Jutta und mich aber auch Schlafen angesagt, auch im Sommer wenn es noch hell war, wir hörten dann aber noch die Stimmen der spielenden Kinder vor unserem Schlafzimmer, war nicht so nett von unseren Eltern. Aber Diskussionen gab es nicht.
Text: Heidi Wehrmacher
U-Schule 1953
Bild: Lilli Piechotta
Lilli Piechotta: Wer erinnert sich daran, dass es in der U-Schule damals auch eine "Theater -AG" gab? Leiter war Klaus Rose ( Dekorateur bei Fink& Nehls). Wir haben in der Aula (oder Turnhalle) der Volksschule Märchen aufgeführt. Unsere kleine GAGE haben wir dann bei Portmann in Süßigkeiten eingetauscht.
Die Aula (oder früher Turnhalle) 2011
Von Hans-Jürgen Weßlin
Freizeit auf der U-Schule
Teil 1
Langeweile? - kannten ich nicht! - Verbote? - gab es nur wenige!
-Fortsetzung folgt-
Unser Molchteich. (Keichel) ein kleines Stück davon, und zugefroren.
Bild rechts: Noch ein Stück vom Teich, mit Janis Petersons.
Bilder und Text: Vello Timbers
Vello Timbers: Dieser Laden (X) war so eine Art Tante Emma Laden. Lose Hülsenfrüchte, Mehl, Zucker, Bohnenkaffee usw. Aufschnitt wurde meistens achtelweise gekauft. 1/8 Jagdwurst, usw.. Ausserdem Kunsthonig, Zuckerrüben Sirup. (Krüger,s Geheimzutat für Tarragona. „grin“-Emoticon Muckefuck (Ersatzkaffee Lindes und Schipka war verpackt.) Die Verkäuferin war eine Frau Stahls und wohnte bei uns im Haus. (Rosenbuschstrasse5)
Wolf-Henning Lopens: Man konnte wenn man kein Geld hatte auch mit einem Heft bis zum Ende des Monats einkaufen.
Anfang der fünfziger Jahre: Gebäude der Landesberufsschule für Töpfer und Ofensetzer auf dem Wieksberg. Die Schule wurde am 18. Mai 1951 eingerichtet, später wurde noch ein zweites Kasernengebäude für die Landesberufsschule der Schornsteinfeger und für andere Berufsschulklassen genutzt. Im März 1960 wurde das neue Berufsschulgebäude im Lienaupark in Nutzung genommen.
Text und Bild: Hartmut Masurek
Mein Revier, Vorderwiek 1, dahinter die"Töpferschule, Aufnahme 1959
Text und Bild:
Hans-Jürgen Weßlin
Von Hans-Jürgen Weßlin
Freizeit auf der U-Schule
Teil 2
Der Sommer und die Teerstraße
-Fortsetzung folgt-
Wer von den U-Schulkindern weiss vor welchem Gebäude das Foto gemacht wurde? Darauf zu sehen sind: Anke Blöcker, Erika Bachmann, Bernhard Bruse, Vello Timbers und Manfred Bachmann. (Ulitz)
Bild und Text: Vello Timbers
1. Mittelschule -- 2. Volksschule -- 3. Portmann´s Laden -- 4. Lager (Giftmüll?)
Offizier-Heim der Marine. 1959 wurde die Schiffssicherungslehrgruppe der Marine in Neustadt in Holstein aufgestellt.
Bild: Thomas Schwarz
Aufnahme März 1950 - Bis 1959 Wohnheim für Kriegsinvaliden.
Foto: Lilli Piechotta
Von Vello Timbers
Maikäferplage in der U-Schule
Irgend wann in den 50er Jahren gab es Unmengen von Maikäfern die die Ahornbäume in der Wieksbergstrasse kahl frassen. Die lagen in Massen auf der Strasse und viele wurden zertreten weil man gar nicht ausweichen konnte. Einige Kinder hatten die glorreiche Idee Käfer aufzusammeln und mit in den Unterricht zu nehmen. Den Lehrern gefiel das natürlich nicht. Ein kleiner Junge hatte mal einen ganzen Schuhkarton voll damit in die Klasse genommen und die Maikäfer freigelassen. Die Lehrerin kam rein während überall auf Tischen, Bänken und Fussboden die Käfer krabbelten und die ganze Klasse sang im Chor:,, Maikäfer fliege,dein Vater ist im Kriege, die Mutter ist im Pommernland, Pommernland ist abgebrannt,usw. Natürlich wusste die Lehrerin wer der Übeltäter war und es setzte eine Strafarbeit und zwei Ohrfeigen. Wer der Junge war, der das ausgeheckt hatte verrate ich nicht. :-) :-)
Lilli Piechotta: da oben in einer kleinen Wohnbaracke (O) wohnte Frau Helene Spee. Sie war aus Memeln, Analphabetin..... Ich habe ihr beigebracht wenigstens ihren Namen zu schreiben. Das war richtig lustig damals. Ihr Freund war ein Lette, Arnolds Greisis. (was einem alles so einfällt nach all den Jahren)
Hans-Jürgen Weßlin: Ich erinnere mich das ich häufiger mit meiner Mutter dort in einer der Baracken war - meine Mutter wurde öfter gefragt ob sie etwas übersetzen konnte - sie sprach fliessend polnisch und russisch, bei wem sie alles war weiss ich nicht kann mich nur an einen Wietek erinnern, der öfter Übersetzungen benötigte.
Lilli Piechotta war das der Wietek,der beide Beine abhatte und Prothesen trug ?
Hans-Jürgen Weßlin: es gab so viele Kriegsversehrte auf der U-Schule und auch Beinamputierte, dass ich sie gar nicht mehr alle auseinander halten kann.
Von Hans-Jürgen Weßlin
Eine Anekdote aus meiner Kindheit:
Das Pausenbrot und die erschreckende Erkenntnis, dass Lehrer nicht immer Recht haben.
Es war im Jahre 1959 oder 60, meine Mutter schickte mich zur Schule, ohne mir Pausenbrot mitgeben zu können, weil keines mehr im Hause war und sie erst etwas besorgen musste. Sie sagte mir, dass mein Bruder es mir in der Schulpause nachbringen würde.
Die Pause war zu Ende und wir hatten uns schon alle aufgestellt (war damals so), um in die Schule "einzurücken". Mein Bruder trat verschüchtert an mich ran, um mir zu sagen, dass er so einen riesigen Hunger hatte und mein Brot aufgegessen habe. Ich hatte aber auch sehr grossen Hunger, mir tat schon der Magen weh und ich fing an zu weinen.
In der Klasse weinte ich weiter vor Hunger und der Klassenlehrer fragte nach dem Warum, ich erklärte es ihm, er sagte mir, dass ich nach der Stunde zu ihm kommen solle.
Die Schulglocke läutete zur Pause und ich ging zu meinem Lehrer, der sein Pausenbrot auspackte - ich glaubte er wolle mir etwas davon geben, aber dem war nicht so, er schaute sich den Belag an, um dann feststellend zu vermerken "Hans-Jürgen, das magst Du eh nicht!" - Mein Lehrer hatte Unrecht, ich hätte alles gegessen, aber seit diesem Ereignis war mein Grundvertrauen gegenüber Lehrern dahin.
Foto ist von 1955. Schulhof der Wieksbergschule. Text + Bild: Vello Timbers
Rosenbuschstraße Winter 1956 - Bild: Irina Koppetsch
Paul Hermann (rechts) 1959 - Bild: Lilli Piechotta
Hans-Jürgen Weßlin: Paul Hermann war Gastwirt, die Kneipe die er bewirtete war in einer Baracke in der Dornbuschstraße - jedenfalls war ich gelegentlich mit meinem Vater in der Kneipe.
Vello Timbers : Getränke gab es sehr reichlich in der U-Schule. Da war noch Conny Bax und Bruno Portmann.Der hatte sogar eine Getränkeabfüllanlage.
( Porli und Afri Cola.)
PORLI = Portmann-Limonade
U-Schule 1953 Vorderwiek 8 Rückseite - Bild: Lilli Piechotta
Vorderwiek 7 - 1957 Bild: Lilli Piechotta
Lilli Piechotta: Kann sich denn jemand daran erinnern, dass so etwa 1956 ein kleiner Junge sich am Strand durch Glasscherben fast den einen großen Zeh abgeschnitten hat? Schnell zu Dr. GLÜCK gebracht wurde und ohne Betäubung genäht wurde ?
Oma aus Amerika zu Besuch auf der U-Schule 1957
Text und Bild: Jens-Peter Weßlin
Vorderwiek 1 unser Zuhause war, Aufnahme 1956
Text und Bild: Hans-Jürgen Weßlin
Wieksbergschule 1958 Text und Bild: Birgitt Wienberg
Kinderwagen in zwei Versionen, natürlich vorgeführt auf der U-Schule, einmal die "Limousine" mit verchromten "KotFlügeln" und "Seitenaufprallschutz" und dann die "Cabrioversion", Aufnahmen Ende der 50er
Fotos und Text: Hans-Jürgen Weßlin
1956 U-Schule , Vorderwiek 8 , Besuch aus Schweden
Foto: Lilli Piechotta
1961 U-Schule Text und Bild: Gisela Radlow-Adam
Unsere Spielwiese auf der U-Schule im Hintergrund die Häuser "Auf dem Wieksberg", etwa 1961.
Text und Foto: Hans-Jürgen Weßlin